Gustave Caillebotte

Gustave Caillebotte entstammte einer vermögenden Pariser Familie, er wurde 1848 in Paris geboren. Die Familie lebte bis 1866 in der Rue du Faubourg-Saint-Denis, anschließend in der Rue de Miro.

Gustave Caillebotte | Richard Gallo und sein Hund bei Petit-Gennevilliers, 1884 | Privatsammlung

Gustave Caillebotte – Ausbildung und berufliche Karriere

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Nach dem Abitur studierte er Jura. 1868 erwarb er einen Abschluss in Rechtswissenschaften und 1870 eine Anwaltszulassung. Kurz danach wurde er eingezogen und diente in der Garde Nationale Mobil de la Seine. Nach dem Kriegsdienst reiste er 1871 nach Norwegen und Schweden und an die Küste der Normandie. Ab 1872 arbeitete er im Atelier von Léon Bonnat und trat 1873 in die Ecole des Beaux-Arts in Paris ein.

1874 erbte Gustave Caillebotte nach dem Tod des Vaters ein beachtliches Familienvermögen, das ihn fortan komfortabel leben und vom Kunstmarkt unabhängig arbeiten ließ. Ab 1876 beteiligte er sich an fünf der acht Impressionisten-Ausstellungen mit einer beträchtlichen Anzahl von Werken, die bei der Kritik große, wenn auch unterschiedliche Resonanz hervorrief. Caillebottes Stil gehört zur Schule des Realismus, doch er wurde stark von den impressionistischen Malern beeinflusst.

1882 zog er sich aus dem Pariser Kunstleben zurück und verbrachte die Sommer in Petit-Gennevilliers, wo er sich hingebungsvoll seinem Garten widmete und zum leidenschaftlichen Segelsportler wurde. Beide Passionen schlagen sich in zahlreichen seiner Bilder nieder. 1886 Beteiligung an einer Ausstellung in New York. Caillebotte malte viele familiäre Szenen, Interieurs, Porträts und Stadtbilder. 1888 ließ er sich endgültig in Petit-Gennevilliers nieder. Nach einer erneuten Phase intensiven Malens erleidet Gustave Caillebotte 1894, im Alter von 46 Jahren, einen Schlaganfall, an dessen Folgen er bald darauf starb.

Gustave Caillebotte – Mäzen und Sammler

Gustave Caillebotte spielte besonders als Mäzen eine wichtige Rolle in der Geschichte des Impressionismus. Er kaufte die Bilder seiner Malerfreunde und sicherte ihnen so ihre materielle Existenz. Seine Sammlung, 67 Bilder von Auguste Renoir, Camille Pissarro, Edouard Manet, Paul Cézanne, Claude Monet und anderen, vermachte er dem französischen Staat. Die Bilder kamen zunächst 1897 an das Musée du Luxembourg, das sich damit der Kunst der Avantgarde öffnete und 1928 an das Musée National du Louvre, Paris.

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