Giovanni Segantini

Der italienische Maler Giovanni Segantini war für seine großen Hirtenlandschaften bekannt. Er war einer der bekanntesten europäischen Künstler im späten 19. Jahrhundert. Seine Bilder wurden von den wichtigsten Museen gesammelt.

Giovanni Segantini | Galoppierendes Pferd | Galleria d’Arte moderna di Milano

Giovanni Battista Emanuele Maria Segantini wurde 1858 in Arco/Trentino geboren. Er war das zweite Kind von Agostino Segantini und Margherita de Girardi. Sein älterer Bruder Lodovico starb bei einem Brand im gleichen Jahr, als Giovanni geboren wurde. Segantinis Vater war als Kaufmann oft auf Reisen, deshalb verbrachte er die frühen Jahre mit der Mutter, die unter schweren Depressionen litt. Diese Jahre waren geprägt von Armut, Hunger und geringer Bildung. 1865 starb die Mutter, ein Jahr später starb der Vater.

Giovanni Segantini – Die künstlerischen Anfänge

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Nach dem Tod der Eltern lebte Giovanni Segantini bei seiner Stiefschwester. Ohne finanzielle Unterstützung lebten beide in extremer Armut. Giovanni lebte später auf der Straße und kam in eine Besserungsanstalt, wo man auf sein Zeichentalent aufmerksam wurde. 1874 besuchte er Kurse an der Mailänder Akademie Brera. Seine ersten großen Gemälde wurden 1879 von der Mailänder Società per le Belle Arti erworben. Der Galerist Vittore Grubicy wurde zum Berater, Händler und Geldgeber. 1880 zog Giovanni Segantini nach Pusiano und bald darauf in das Dorf Carella. Er liebte die Arbeit im Freien und war begeistert von der Berglandschaft. 1883 erhielt er auf der Weltausstellung in Amsterdam eine Goldmedaille. 1886 zog er mit seiner Familie nach Savognin, Graubünden. Für seine Gemälde erhielt er Goldmedaillen in München und Turin. In dieser Zeit kaufte die Walker Art Gallery in Liverpool eines seiner Werke.

Ausstellungstätigkeit

Im Salon des XX in Brüssel wurde ihm 1890 ein ganzer Ausstellungsraum zur Verfügung gestellt, für ihn war es eine große Ehre mit Größen wie Paul Cézanne, Paul Gauguin und Vincent van Gogh auszustellen.

Giovanni Segantini | L’aratura, 1890 | Neue Pinakothek – Bayerische Staatsgemäldesammlungen

1894 stellte er im Castello Sforzesco in Mailand neunzig seiner Werke aus. 1895 wurde er vom italienischen Staat für seine Malerei ausgezeichnet. Seine Bedeutung als internationaler Künstler führte dazu, dass Museen in ganz Europa um den Ankauf seiner Bilder wetteiferten. Der Künstler starb 1899.

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