Georg Schrimpf

Georg Schrimpf wird am 13. Februar 1889 in München geboren. Schon als Kind zeichnet er, doch seine künstlerische Neigung wird nicht unterstützt.

Georg Schrimpf | Stillleben mit Katze (Ofenecke), 1923 | Pinakothek der Moderne, München

Georg Schrimpf – Die Anfänge und Erfolge

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Auf Veranlassung des Stiefvaters absolviert er in Passau von 1902 bis 1905 eine Zuckerbäckerlehre. Nach Beendigung der Lehre reist der 16-jährige durch Deutschland, Belgien und Frankreich. Seit 1913 verbindet ihn eine lebenslange Freundschaft mit dem Schriftsteller Oskar Maria Graf. 1915 geht Schrimpf nach Berlin, dort beginnt er mit dem Malen. Seinen Lebensunterhalt verdient er als Arbeiter in einer Schokoladenfabrik. Der Kunstmäzen, Galerist und Publizist Herwarth Walden (1878-1941) stellt seine Bilder 1916 erstmals in der Galerie „Der Sturm“ aus. Schrimpf wird Mitarbeiter der Kunstzeitschrift „Der Sturm“ (1910–1932), die von Herwarth Walden herausgegeben wurde. 1917 heiratet er die Malerin Maria Uhden. Das Ehepaar zieht nach München, wo Maria 1918 an den Folgen der Geburt des Sohnes Markus stirbt. 1920 richtet die Münchener Galerie Goltz seine erste Einzelausstellung aus. 1925 ist er in einer Mannheimer Ausstellung mit 12 Werken vertreten.
Bis 1933 unterrichtet Georg Schrimpf an der Kunstgewerbeschule in München. Von 1933-1937 ist er als außerordentlicher Professor an der Staatlichen Hochschule für Kunsterziehung in Berlin tätig.

Georg Schrimpf | Mädchen mit Hund, 1924 | Privatbesitz

1937 wurden aus 32 deutschen Museen etwa 16000 moderne Kunstwerke (Entartete Kunst) entfernt. Die Bilder wurden ins Ausland verkauft oder vernichtet, darunter auch etwa 30 Werke von Georg Schrimpf. Der Künstler stirbt am 19. April 1938 in Berlin. Er zählt zu den bedeutendsten Vertretern der Neuen Sachlichkeit. Zu Ehren Schrimpfs gab die Deutsche Bundespost am 12. Januar 1995 eine Sonderbriefmarke mit dem Motiv „Stillleben mit Katze“ heraus.

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