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Vorsorge für die Katz´?!

Immer mehr Katzen gelangen auf die Pflegestellen des Katzenschutzbundes Köln aufgrund von Sterbe- und Pflegefällen sowie finanzieller Notsituationen. Häufig müssen die Tiere von jetzt auf gleich aus ihrer Umgebung gerissen werden, weil keine Vorkehrungen getroffen wurden und niemand sich zuständig fühlt.

Jopi verbrachte sein ganzes Leben bei ein und demselben Mann. Dort hieß er einfach nur Kater. Er wurde geliebt, gehegt und gepflegt. Ganze 18 Jahre lang – ein stattliches Alter für einen Kater. Doch plötzlich änderte sich Jopis Leben komplett, denn sein Besitzer musste ins Pflegeheim.

Jopi blieb zurück und niemand war da, der sich um den Kater kümmern konnte oder wollte. Und so kam Jopi zum Katzenschutzbund und musste mit 18 Jahren nochmal komplett von vorne anfangen, ein neues Zuhause suchen. Dabei will ein Kater in diesem Alter doch nur Ruhe und ein wenig Streicheleinheiten.

Der 11-jährige Waldi teilt Jopis Schicksal. Sein Besitzer musste zwar nicht ins Pflegeheim, doch eine finanzielle Schieflage und die daraus resultierende Zwangsräumung machten Besitzer und Kater obdachlos.

Solche Fälle kommen tagtäglich vor, denn leider wird in den seltensten Fällen Vorsorge betrieben. Und so landen viele Katzen unverhofft bei Tierschutzvereinen und Tierheimen, wenn dem Besitzer etwas passiert.

Waldi sucht nach einer Zwangsräumung ein neues Zuhause

Einfache Vorsorgemaßnahmen können Abhilfe schaffen. Hierbei ist Vertrauen eine wichtige Grundlage. Eine Person oder ein Tierschutzverein wird erwählt, die/der das Tier mit allen Eigenheiten und Besonderheiten kennt und im Falle einer Notsituation über das Tier verfügen darf.

In einer Vollmacht sollte genau definiert sein, was mit der Katze passieren soll. Je präziser die Angaben über Haltungsbedingungen ausfallen, desto einfacher wird es für das Tier sein, sich in einer neuen Lebenssituation einzugewöhnen.

„Die letzte Zeit hat uns wieder einmal klar gemacht, wie wichtig Vorsorge ist. Wir hatten im Jahr 2012 bereits 59 Abgabetiere. Also Tiere, die aufgrund von veränderten Lebenssituationen der Besitzer nicht mehr in ihrem Zuhause bleiben konnten. Viele ältere Menschen mussten ihre älteren Katzen abgeben, weil sie selbst ins Alters- oder Pflegeheim kamen. Leider springen die Familien in den seltensten Fällen ein und übernehmen die Katzen.“ So Andrea Bensberg, 1. Vorsitzende des Katzenschutzbundes Köln. „Teilweise wissen wir rein gar nichts über die Tiere, die uns abgegeben werden. Nicht mal, ob sie Medikamente benötigen oder wie sie bisher gelebt haben. Natürlich ist es nicht schön, sich über solche Dinge Gedanken zu machen, doch Verantwortung für ein Tier zu übernehmen, sollte immer auch bedeuten, dass man für den Fall vorsorgt, in dem man selbst sein Tier nicht mehr versorgen kann! Dazu möchten wir alle Tierhalter aufrufen.“

Zum Verein: Der Katzenschutzbund e. V. – Cat-Sitter-Club Köln wurde 1988 gegründet und ist im Vereinsregister beim Amtsgericht Köln eingetragen. Der Verein ist eine reine Tierschutzorganisation unter besonderer Berücksichtigung der Katzen. Weiterhin bezweckt der Verein die gegenseitige Hilfe seiner Mitglieder bei der Betreuung von Katzen während der Urlaubszeit bzw. der Abwesenheit des Katzenbesitzers (Cat-Sitting) sowie den Erfahrungsaustausch der Mitglieder untereinander.

Presseinformation von: Katzenschutzbund Köln e.V.

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