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Perrera e.V. - Hilfe für Hunde aus Ungarn

Achat, 2 Jahre alt

Achat, 2 Jahre alt

Warum Tiere aus dem Ausland, wo doch die deutschen Tierheime so voll sind? Diese Frage wird dem Verein Perrera e.V. immer wieder gestellt. Die Antwort darauf dürfte sich erübrigen, wenn man die Hundeschicksale liest und die Fotos betrachtet.
Der Verein Perrera e.V. - gegründet am 21.02.2009 - will in Zusammenarbeit mit verschiedenen Tierschutzorganisationen Tieren aus Ungarn zu einem würdigen und gücklichen Leben verhelfen.

Das ungarische Tierschutzgesetz ist mit dem deutschen Tierschutzgesetz nicht vergleichbar. Hunde in Ungarn haben einen Zweck zu erfüllen, und wenn sie diesen nicht mehr erfüllen können, werden sie verstoßen und im schlimmsten Fall getötet. Oft auf grausame Art und Weise. Tiere, die als Streunerhunde enden, werden von Tierfängern in sogenannte Tötungsstationen gebracht. Die “Aufbewahrungsdauer” für solche Hunde ist auf 14 Tage begrenzt. Hat sich in dieser Zeit eventuell der Halter des Hundes nicht gemeldet, wird der Hund getötet.

Aus Kostengründen werden viele der Hunde erschlagen oder aufgehängt, meist wird weder Wasser noch Futter gegeben, und oft verhungern oder verdursten die Tiere noch vor dem grausamen Erschlagungs- oder Erstickungstod. Die Hunde, die das Glück haben, in Auffangstationen oder Tierheime gebracht zu werden, haben zumindest noch eine Chance auf ein würdevolles Leben, sofern ihnen rasch geholfen wird, bevor sie sich in diesem tristen Dasein aufgeben, von anderen Hunde gemobbt werden oder in Beißereien verwickelt werden, die oftmals blutig, ja sogar tödlich enden können.

Topolino, ca. 6-8 Wochen alt

Topolino, ca. 6-8 Wochen alt

Es gibt einige Tierschützer vor Ort, die sich dieser armen Seelen annehmen. Dennoch ist dies ein Kampf gegen Windmühlen, solange nicht die Notwendigkeit von Kastrationen von der Gemeinde und der Bevölkerung erkannt wird. Dieses Problem ist nicht nur in Ungarn, sondern in vielen anderen Ländern ebenso. Und genau DAS ist der Grund, warum Perrera e.V. Tieren aus dem Ausland helfen will, denn für jedes dieser armen Geschöpfe, denen geholfen werden kann, lohnt sich dieser Kampf.

Die Arbeit soll sich nicht nur auf das Vermitteln von Pflege- und Endstellen beschränken, der Verein möchte der ungarischen  Bevölkerung und der Regierung den Tierschutz nahebringen, denn jedes Tier hat eine Seele, genau wie wir Menschen. Und jede einzelne Seele hat ein Recht auf ein Leben in Würde!

Alle Mitarbeiter des Vereins stehen ehrenamtlich hinter dem Projekt, und da der Verein Perrera e.V. noch recht jung ist, braucht er dringend Unterstützung in Form von Mitgliedschaften, Geld- und Sachspenden oder einer aktiven Mitarbeit, denn es gibt viel zu tun:

  • Vermittlung in End- und Pflegestellen
  • Patenschaften
  • Öffentlichkeitsaktionen
  • Organisation von Ungarnfahrten

Wenn Sie sich für eine aktive Mitarbeit vorstellen können, finden Sie auf der Website des Vereins weitere Infos.

Nelly

Nelly

Abwicklung der Vermittlung

Alle Tiere werden kastriert, gechipt und geimpft vermittelt, mit Ausnahme von Tieren die unter 8 Monate alt, sehr alt oder krank sind. Diese werden generell unkastriert vermittelt.
Vor der eigentlichen Vermittlung finde eine Vorkontrolle statt, bei der geprüft wird, ob das ausgewählte Tier zum neuen Halter und in die neue Umgebung passt. Es muss vermieden werden, dass zum Beispiel ein ängstliches Tier in einen Haushalt mit kleineren Kindern kommt, oder ein Tier mit einer Behinderung in einen Haushalt mit vielen Hindernissen (Treppen etc.) vermittelt wird. Der Verein möchte so sicherstellen, dass der künftige Halter und das Tier auch viele glückliche Jahre miteinander verbringen können.

Wenn die Vorkontrolle positiv verlaufen ist, wird ein Schutzvertrag abgeschlossen. Die fällige Schutzgebühr für das Tier ist vor Antritt der Tierschutzfahrt per Überweisung auf das Vereinskonto zu zahlen. Die Schutzgebühr dient zur Kostenabdeckung der medizinischen Versorgung des Tieres: Impfung, Chip, Kastration, EU Heimtierausweis und der Behandlung eventueller Krankheiten oder Verletzungen.

Nachdem ein Tier für den künftigen Halter reserviert wurde, wird der Verein die Reisevorbereitung (Impfung, Kastration, Chippen) des jeweiligen Tieres veranlassen.

Hier geht es zur Website mit ausführlichen Informationen über die Arbeit von:
Perrera e.V., Siegstraße 19, 57539 Bitzen

© Die Veröffentlichung erfolgte mit freundlicher Genehmigung von Perrera e.V.

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1 Kommentar »

  1. Ich werde nie begreifen, was Menschen dazu bewegt, Tiere wie Dreck zu behandeln. Noch weniger begreifen kann ich, dass immer mehr Menschen sich ignorant abdrehen und für den Tierschutz keinen müden Euro übrig haben.
    Im Sommer sind die Cafes voll, im Winter die Fressbuden in den Städten. Man ist eher bereit, mal eben für einen lauwarmen Kaffee oder eine stinkende Wurst/Döner 5 Euro auszugeben, als monatlich kleine Beträge für notleidende Tiere zu spenden.
    Was ist bloß los auf dieser Welt und wohin soll das führen???
    Diese Frage wird mir niemand beantworten können.

    Noch dazu ist es sehr traurig, dass die Deutschen sich einen Dreck um Tiere im Ausland scheren. Als billige Urlaubsziele waren diese Länder früher wie heute immer gut genug. Wie es den Tieren dort geht, während man sich Hucke voll frisst oder säuft, interessiert NIEMANDEN!! Pfui Teufel, kann ich da nur schreiben…

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