Britisch Kurzhaar Katze

Foto: Sabine Kylar
In die knuddeligen, verschmusten BKH Bärchen muss man sich einfach verlieben. Ihr “Fan Club” ist riesig und sie stehen nicht ohne Grund weit oben in der Beliebtheitsskala der Rassekatzen. In der Werbung sind sie kaum noch wegzudenken, dort tappt uns dauernd ein Britenkätzchen über den Bildschirm. Die BKH ist eine robuste und kräftige Katze von mittlerer Größe, was man als coby bezeichnet. Sie ist sozusagen gerundet mit einen kurzen, plüschigen und aufspringenden Fell, das nicht zu hart aber auch nicht zu weich sein sollte, sondern “crisp”, wie der englische Ausdruck dafür ist. Sie besitzen sehr dichte Unterwolle, was sie so plüschig macht. Dies ist durch die damaligen Perser Einkreutzungen entstanden, wie auch die bernsteinfarbigen Augen der blauen Briten.

Britisch Kurzhaar / Foto: Sabine Kylar
An dieser Katze ist praktisch alles rund. Angefangen beim großen runden Kopf mit den riesen Kulleraugen, die einen anschauen können das man dahin schmilzt. Die kleinen Öhrchen die ebenfalls an den Spitzen gerundet sind, bis zur runden Schwanzspitze und den runden Pfoten. Besonders die großen runden Augen verleihen dieser Rasse den typischen Ausdruck, die noch dazu aussieht, als ob sie ein verschmitztes Grinsen im Gesicht aufgesetzt haben, wie die berühmte Grinsekatze aus dem Wunderland. Die Farbe der Augen, die bei der Geburt immer blau ist, verändert sich im alter von 5 bis 6 Wochen, außer natürlich bei den Points. Mit ihren Stupsnäschen riechen sie besonders gerne Spielzeug mit Cat Nip oder Baldrian. Sie sind sehr spielfreudig und bleiben es auch bis ins hohe Alter, wenn man ihnen wie ich doch sehr hoffe, die entsprechende Aufmerksamkeit schenkt und sie fordert. Als Spielzeug wird alles akzeptiert, hauptsache es riecht gut, ist weich, rasselt und lässt sich gut apportieren.

BKH-Bärchen / Foto: Sabine Kylar
Die BKH ist vor allem eine sehr gute Familienkatze. Sie ist gutmütig, gelehrig und intelligent. Sie hat eine sehr hohe Hemmschwelle, es bringt sie nichts aus der Ruhe, das heißt es dauert sehr lange bis sie auf Katzenart reagiert und ihre Krallen zeigt und sich dann aus Recht wehrt. Weil sie so gut temperiert ist, kommen besonders Kinder gut mit ihr aus, vorrausgesetzt sie bekommen beigebracht wie man mit Tieren umgeht. Für uns ist Sie das ideale Haustier und wir können Sie nicht mehr missen. Und diese Seite ist für alle die, die auch vom Britenvirus befallen sind oder sich noch anstecken lassen möchten.
BKH Standards
Kopf: Breit, überall gerundet; ausgeprägt runde Schnauze; volle Wangen; kurze Nase, leicht stuppsnäsig aufgrund einer deutlichen Richtungsänderung an der Nasenwurzel (kein Stopp); festes Kinn in gerader Linie unterhalb der Nasenspitze.
Ohren: Breit am Ansatz, mittelgroß, recht weit auseinander gesetzt, an der Spitze gerundet.
Augen: Groß, rund, weit geöffnet und auseinander gesetzt; je nach Fellfarbe kupferfarben bis dunkelorange (kupfer wird bevorzugt), blau, odd eyed, grün oder blaugrün (grün bevorzugt).
Hals: Kurz, sehr kräftig und muskulös.Körper: Mittelgroß, robust und muskulös; breite Schultern; gut entwickelter, runder Brustkorb; von den Schultern bis zum Becken ist der gesamte Rücken gleich breit.
Beine: Kurz und stämmig; Muskulatur und Knochenbau recht kräftig.
Pfoten: Rund, kräftig. Schwanz: Kurz und dick, leicht gerundet an der Spitze; seine Länge muss zwei Drittel der Körperlänge betragen.
Fell: Dick, kurz, sehr dicht; knisternd, plüschartig und doch fest, angenehm anzufassen; nicht flach anliegend, mit guter Unterwolle; feine Textur; wirkt wie ein natürlicher Schutz.

BKH / Foto: Sabine Kylar
Herkunft
Die Geschichte der Britisch Kurzhaar reicht weit zurück. Man nimmt an, dass ihre Vorfahren vor rund 2000 Jahren von römischen Soldaten nach Nordeuropa und später nach Britannien gebracht wurden, wo sie über einen langen Zeitraum wild lebten und vermehrten. Erst im 19 Jahrhundert wurden sie auf Initiative eines englischen Malers und Schriftstellers Namens Harrison Weir planmäßig gezüchtet. Er organisierte 1871 eine Ausstellung in London, im Londoner Crystal Palast, wo sie das erste Mal gezeigt wurde, und direkt Best in Show machte. Sie wurde auch in höchsten Tönen gelobt. Die ersten Exemplare waren übrigens Blau und hatten wenig gemeinsam mit unseren heutigen Briten. Die Beliebtheit der BKH wurde nun immer größer und sie begeisterte auch deutsche und holländische Züchter, die sich voller Elan einer erfolgreichen Zucht der Briten widmeten. Es wurden erstmals Briten mit Tabbyzeichnungen gezüchtet, es folgten Einkreuzungen kunterbunter Hauskatzen, um die noch spärliche Farbpalette zu erweitern nahm man auch russische und Siamesen zur Zucht. Schließlich wurden Exemplare in Weiß, Rot und Creme gefeiert, die in sämtlichen Variationen zu sehen waren. Vor allem aber verdanken wir der Perserkatze, die damals noch nicht so ein Extremtyp zeigte, das Aussehen der heutigen Briten. Sie trug deutlich zur Qualität des Fells und den stämmigen Typ bei, wie auch zu vielen Farbschlägen und der orangenen Augenfarbe.
Die Britisch Kurzhaarzucht hat wie der Name schon sagt zwar seine Wurzeln in England, aber es muss gesagt werden das die Holländer viel zu der Weiterentwicklung der Rasse beitrugen. Heutzutage verpaart man die Britisch Kurzhaar nur untereinander oder mit Lowländer, das sind Britisch Langhaar (Puschel), bei ihnen kommt das Langhaargen der Perser noch durch und ist mittlerweile in den meisten Vereinen eine anerkannte Rasse. Britisch Kurzhaar werden zur Verbesserung der Rassen Scottish Fold, Manx und Selki Rex verpaart.
© Text: Sabine Kylar bkh-kylars-lovely-cats.de
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Tags: Muskeln, Rassen
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