Katzenlexikon

Wichtige Begriffe aus der Katzenwelt von A-Z.

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A

AAM

Angeborener Auslösemechanismus, den sowohl Tiere als auch Menschen haben. Es passiert etwas in der Umwelt und man reagiert darauf. Ein Reiz wird gesetzt und eine Reaktion erfolgt.

Abschlagen

Wenn die Katzenmutter ihrer Kinder überdrüssig ist, hält sie sich ihre Jungen durch Fauchen und Schläge vom Leib. Sie schlägt sie ab.

Abszess

Schmerzhafte, mit Eiter gefüllte Schwellung. Bei Katzen häufig Folge eines Kampfes. Entsteht, wenn Bakterien in die Wunde eindringen. Wenn der Abszess aufbricht, fließt das Sekret ab.

Abwehr

Eine typische Abwehrbewegung ist ein Pfotenhieb. Eine Katze, die einen Angriff abwehren will, drückt sich so flach wie möglich auf den Boden, macht sich klein und zieht des Kopf ein. So will sie ihren Nacken vor dem Biss des Gegners schützen.

Abzeichen

Besondere Farbverteilung im Fell. Gesichtsmaske, Ohren, Pfoten und Schwanz sind dunkler als die Grundfarbe.

Aggression

Eine Aggression ist ein affektbedingtes Verhalten, hervorgerufen durch heftige Erregung, nachhaltige Erlebnisse von Schrecken und Anspannungen oder körperliche und seelische Entbehrungen. Verhaltensstörungen entstehen auch durch ein reizarmes Leben, das zu wenig Raum und Möglichkeiten bietet für körperliche Betätigung, zum Ausleben der natürlichen Instinkte und zur Betätigung des Spieltriebs.

Analbeutel und Analduft

Links und rechts vom After haben Katzen Analbeutel. Das sind Drüsen, die einen Duftstoff (Sekret) absondern. Mit diesem Sekret setzen die Tiere ihre Duftmarken, mit denen sie ihr Revier abgrenzen, vor allem aber ihre Liebesbereitschaft andeuten. Entzünden sich diese Drüsen, rutschen Tiere mit dem Hinterteil auf dem Boden entlang (Schlittenfahren nennt man das). Der Tierarzt weiß was dagegen zu tun ist.

Analkontrolle

Wenn sich Katzen begegnen und begrüßen, beschnuppern sie sich zunächst Nase an Nase (Erkennungskuss), dann schleichen sie – Breitseite an Breitseite – aneinander entlang zu den Flanken, bis jede Katze ihre Nase am Hinterteil der anderen hat.

Ansprechbarkeit

Katzen haben es am liebsten, wenn man mit ihnen auf gleicher Höhe ist. Katzen sehen lieber auf Menschen herab als zu ihnen hinauf, sie fühlen sich so sicherer.

Anstoßkontrolle

Katzen stupsen ihren Besitzer an, weil sie einen Erkennungskuss durchführen wollen. Außerdem tasten sie ihn mit den Barthaaren ab (Tastsinn).

Appetenzhandlung

Diesen Fachausdruck aus der Verhaltensforschung übersetzt man am besten mit Suchverhalten.

Aversionstherapie

Behandlungsmethode zum Verlernen von unerwünschten Verhaltensweisen.

B

Bachblütentherapie

Der Begründer der Bachblüten (Dr. Edward Bach) entdeckte die Krankheitsursachen, die zu einer Krankheit führen können, die Seelenzustände, die auch bei unseren Haustieren zu finden sind und benannte sie. Dazu gehören: Der Stolz, die Grausamkeit, der Hass, die Eigenliebe, die Unwissenheit, die Unsicherheit und die Habgier.

Baldrian

Beruhigendes Kraut, das bei nervösen Katzen eingesetzt wird. Löst bei vielen Katzen Ekstase aus.

Balkonnetz

Stürze aus Fenstern oder von Balkonen können schwerste Verletzungen zur Folge haben und im schlimmsten Fall zum Tod führen, deshalb ist es ein MUSS für jeden Katzenhalter, den Balkon katzensicher zu machen.

Barfen

Fütterung mit rohem Fleisch.

Befehle

Katzen lassen sich nicht herumkommandieren. Man kann sie nur locken und ihnen gut zureden, das zu tun, was man von ihnen möchte. Scharfe Befehlstöne jagen Katzen in die Flucht.

Binokulares Sehen

Beidäugiges Sehen. Voraussetzung für räumliches Sehen. Bei Katzen wichtig für die genaue Lokalisierung eines Beutetiers.

Blasenerkrankung

Katzen sind für Virusinfektionen anfällig, die sich oft als „Erkältung“ oder Appetitlosigkeit äußern. Zystitis (Blasenkatarrh) ist ebenfalls relativ häufig. Sie führt zu einer plötzlichen Blockierung des Harnleiters, vor allem bei Katern, verbunden mit Schmerzen beim Harnlassen. Folgende Symptome deuten auf eine Blasenerkrankung hin: Drücken beim Urinieren, überfüllte Blase und blutiger Urin. Bei Zystitis müssen Sie sofort zum Tierarzt gehen!

Blickkontakte

Wir Menschen haben es gar nicht gern, wenn wir von jemandem fixiert oder beobachtet werden. Katzen leider noch viel schlimmer unter solchen Blicken.

Booster-Impfung

Auffrischungsimpfung, Erhaltung der Schutzwirkung nach Grundimmunisierung, meist in jährlichen Abständen.

Bruderschaft

Der Katzenforscher Prof. Dr. Paul Leyhausen nennt die Gemeinschaft der Kater so, siehe Bruderschaft der Kater.

Brutpflegetrieb

Trieb der Tiermutter für ihre Jungen zu sorgen, ist bei Kätzinnen besonders stark ausgeprägt. Am mächtigsten wird der Brutpflegetrieb am Ende der Trächtigkeit und in der Stillzeit, wenn die Jungen gesäugt werden.

C

Cardiomyopathie

Herzerkrankungen = Cardiomyopathie bei Katzen – Hypertrophe Cardio – Myopathie = HCM: Hypertrophe Cardiomyopathie ist eine der meist diagnostizierten Erkrankungen des Herzens bei Katzen.

Cattery

Gebräuchliche Bezeichnung für Katzenzwinger (=geschützter Name für Katzen eines bestimmten Züchters) und Katzenpensionen.

CNI

CNI (Chronischen Nierenerkrankungen) bei Katzen ist relativ häufig, rund ein Viertel unserer Katzen sterben an den Folgen einer CNI. Der Harnapparat (Niere, Harnleiter, Blase, Harnröhre) ist bei Katzen besonders anfällig, die Häufigkeit der CNI ist bei der Katze im Vergleich zum Hund mehr als doppelt so hoch. Obwohl die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten der CNI mit zunehmendem Alter (zwischen dem 10. und 15. Lebensjahr) steigt, können auch jüngere Tiere daran erkranken.

D

Dermatitis

Entzündung und Rötung der Haut, oft bei Katzen mit Flohallergie.

Diabetes mellitus

Zuckerkrankheit, entsteht durch Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse, die zu einer ungenügenden Ausschüttung des Hormons Insulin führt.

Drohgebärden

Eine Katze hat viele Möglichkeiten, eine Drohung zum Ausdruck zu bringen.

Duftmarken

Markierungen an Bäumen, Sträuchern, auch an Möbeln und Wänden, mit denen Kater ihre Reviere kennzeichnen. Für Katzen ein angenehmer Duft, für den Menschen ziemlich unangenehm.

E

Edelkatzen

So nennt man die von der FIFE (Fédération International Féline d’Europe), der Dachorganisation der Europäischen Katzenzüchterverbände, anerkannten Rassekatzen.

Energiebedarf

Eine durchschnittliche erwachsene Katze benötigt pro Kilogramm Körpergewicht ca. 60 – 85 kcal, das sind insgesamt folglich um die 300 kcal. Mäuse machen den Großteil der Beute einer frei lebenden bzw. frei laufenden Katze aus und wären als “Hauptnahrungsmittel” ideal. Um ihren Energiebedarf allein durch die erbeuteten Mäuse decken zu können, müsste eine Katze 8 bis 15 Mäuse pro Tag fressen (eine Maus hat ca. 30 kcal).

Entwöhnung

Umstellung von Muttermilch auf feste Nahrung. Eine frei lebende Katzenmutter beginnt in dieser Phase, ihren Jungen lebende Beutetiere zu bringen und hört auf, sie zu säugen.

Entwurmen

Regelmäßiger Einsatz von Medikamenten zur Bekämpfung von Spul- und Bandwürmern, die als Parasiten im Darmtrakt ihres Wirtstiers leben.

Epilepsie

Die Ursachen für diese Krankheit können unterschiedlich sein. Epileptische Anfälle (Krampfanfälle) entstehen durch abnormale Entladungen des Gehirns, bei denen die normalen Gehirnfunktionen gestört werden. Diese Störungen werden durch überregte Nervenzellen verursacht. Ärzte sprechen deshalb von einem „Gewitter im Gehirn”.

Erkennungskuss

Wenn sich Katzen begegnen, stehen sie sich Nase an Nase gegenüber und führen eine Nasenkontrolle durch. Mit Liebe hat dieser „Erkennungskuss” nichts zu tun. Danach folgt die Analkontrolle.

F

Feline Caliciviren

Neben Herpesviren Hauptverursacher von „Katzenschnupfen”, oft treten dabei Blasen auf der Zunge auf, wodurch die Nahrungsaufnahme schmerzhaft wird.

Feline infektiöse Peritonitis (FiP)

Bauchfellentzündung. Gefährliche Viruserkrankung mit trockener oder feuchter Verlaufsform, in 10 % der Fälle ist der Verlauf tödlich. Bei der feuchten Verlaufsform ist der Bauchraum mit Flüssigkeit gefüllt.

Fibrosarkom

Bösartiger Bindegewebstumor, der häufig bei Katzen beobachtet wird. Bei der jungen Katze gibt es eine multizentrische Form, die virusbedingt ist. Sie wird durch das feline Sarkomvirus (FeSV) hervorgerufen, das eine Mutante des felinen Leukosevirus (FeLV) ist.
Das bei der älteren Katze gefundene solitäre Fibrosarkom ist NICHT virusbedingt. Es liegt meist im Nacken-Schulter-Bereich, an der Seitenbrust, seltener auch in anderen Körperregionen. Die Rezidivrate ist hoch. Der Tumor metastasiert – wenn überhaupt – erst spät.

FeLV-positiv

Die Katzenleukose ist die häufigste infektiöse Todesursache der Katze. Der Erreger ist das FeLV-Virus, das mit den Immunschwäche – Viren bei Katzen (FIV) und bei Menschen (HIV) Ähnlichkeit besitzt. Das Leukosevirus befällt nur Katzen. Es wird leicht übertragen, nicht nur durch Kontakt zu kranken Katzen, sondern auch über Fressnäpfe, Katzentoiletten, usw,. Katzenmütter können die Leukose im Mutterleib und über die Milch auf ihre Welpen übertragen. Auch gesund erscheinende Tiere, die das Virus permanent über ihren Speichel ausscheiden, spielen bei der Verbreitung der Leukose eine wichtige Rolle.

Flehmen

Wenn Katzen mit dem „Jacobsonschen Organ” – einem besonderen Sinnesorgan im Gaumendach – für sie unangenehme Gerüche wahrnehmen, ziehen sie bei leicht geöffnetem Mund die Mundwinkel zurück und Nase und Oberlippe hoch. Katzen flehmen besonders nach der Analkontrolle.

Freier Fall

Durch Gleichgewichtsänderungen kommen Katzen zu immer neuen Körperhaltungen während eines Sturzes, und am Ende landen sie auf ihren Pfoten. Katzen prallen selten mit dem Kopf oder mit dem Rücken auf dem Boden auf.

Fressgewohnheiten

Katzen brauchen unbedingt einen ruhigen Fressplatz, sie lassen sich beim Fressen nicht gern zusehen (Ausnahmen gibt es natürlich auch hier).

G

Gebärmutterentzündung

Eine Gebärmutterentzündung ist immer eine gefährliche Erkrankung, die schnellstens behandelt werden muss, in der Regel durch eine chirurgische Entfernung (Hysterektomie). Leider erkennt ein Laie eine solche Entzündung meist erst in einem Stadium, wo nur noch eine Operation möglich ist.

Gebiss

Katzen werden zahnlos geboren. Die Milchzähne brechen zwischen der 2. und 5. Lebenswoche durch. Frühestens mit 3,5 Monaten werden die Milchzähne durch die zweiten Zähne ersetzt. Das Katzengebiss besteht aus 30 Zähnen.

Gingivitis

Zahnfleischentzündung, die im schlimmsten Fall zum Zahnverlust führt.

H

Haarballen

Entstehen im Magen der Katze, wenn zu viele Haare beim Putzen verschluckt werden. Können den Darm blockieren, wenn die Katze sie nicht auswürgt.

Haarwechsel

Jahreszeitlich bedingtes Abwerfen und Nachwachsen von Haaren (Fellwechsel), besonders im Frühjahr und Herbst.

Halskrause

Bei Langhaar- und Semilanghaarkatzen die Mähne am Hals, die besonders im Winter ausgeprägt ist.

Heim erster Ordnung

Kernbereich des Katzenreviers, meist das Haus, bei Wohnungskatzen ein bestimmtes Zimmer oder Schlafplatz. Siehe Beitrag in Kategorie: „Instinkte und Verhalten“

Hybriden

Nachkommen von Zuchtkatzen verschiedener Rassen.

I

Intelligenz

Zahlreiche Verhaltensmerkmale der Katze lassen darauf schließen, dass diese Spezies eine gewisse Intelligenz besitzt. Dazu zählen vor allem ihre Vorsicht und ihre Neugier.

J

Kein Eintrag

K

Kastration

Unfruchtbarmachen bei Katze und Kater durch Entfernen der Keimdrüsen (Hoden bzw. Eierstöcke). Nach dem Eingriff erlischt der Geschlechtstrieb.

Katerbacken

Ausgeprägte fleischige Hautfalten, entwickeln sich bei den meisten Katern nach Erreichen der Geschlechtsreife.

Katzen-Aids (FIV)

Wird verursacht durch das Feline Immundeficiency Virus (FIV). Immunschwäche, die mit erhöhter Infektionsanfälligkeit einhergeht. Wird nicht auf den Menschen übertragen.

Katzenbuckel

Bedeutet Drohen, Imponieren und Abwehrbereitschaft.

Katzengras

Früher war man der Meinung, dass Katzen Gräser fressen müssen. Dabei dachte man weniger an Vitamine als vielmehr daran, dass sich Katzen oft und ausgiebig das Fell lecken. Dabei verschlucken sie Haarballen, die sie dann wieder auswürgen müssen. Inzwischen weicht man von dieser Ansicht ab, denn alle Katzen schlucken Haare, aber die meisten fressen gar kein Gras. Trotzdem fanden sich im Magen kaum Haarballen. Die wurden auf natürliche Weise durch den Darm ausgeschieden.

Katzenminze

Gartenpflanze, die bei vielen Katzen eine Art Rausch hervorruft, auf junge Kätzchen aber nicht wirkt.

Katzenschnupfen

Gebräuchlicher Ausdruck für die wichtigsten Atemwegserkrankungen bei Katzen, hervorgerufen durch feline Calici- und Herpesviren. Niesen, Augen- und Nasenausfluss, Husten und Fieber sind die Symptome dieser Erkrankung.

Katzenseuche (Panleukopenie)

Durch Parvoviren verursachte Infektionskrankheit, die zu einer Verminderung der weißen Blutkörperchen und Darmentzündung (Durchfall) führt. Kann bei trächtigen Katzen auf die Ungeborenen übertragen werden.

Knickschwanz

Unerwünschte Anomalie des Schwanzes, früher häufig bei Siamkatzen, gilt als Fehler im Rassestandard. Entsteht durch Fehlbildung der Schwanzwirbel.

Kolostralmilch

Sogenannte „Vormilch”, besonders reich an Proteinen und Antikörpern. Die Katze produziert diese reichhaltige Milch in den ersten Tagen nach der Geburt.

Körperbau

Das Skelett der Katze mit seinen 244 Knochen und der mit über 500 Muskeln ausgestattete Körper erlauben geschmeidige und schnelle Bewegungen.

Körpersprache

Die Art und Weise, wie Katzen miteinander und mit ihrem Besitzer durch nonverbale Mittel kommunizieren, etwa Veränderungen der Bewegungen, Mimik und Körperhaltung.

Krallen

Neben den Zähnen sind die Katzenkrallen die beste Waffe und das beste Handwerkszeug der Katzen.

Kritische Distanz

Jemand kommt auf die Katze zu (Mensch, Hund oder andere Katze). Die Katze hat nun die Wahl, ob sie in Abwehrstellung geht und droht, einen eigenen Angriff daraus entwickelt oder flüchtet.

Kyphose

Ein Katzenrücken, der bogenförmig gekrümmt aussieht wie der eines Karpfens, ist ein erkennbarer Hinweis auf die Erkrankung. Meist erblich bedingt, tritt die Kyphose auch bei jüngeren Katzen (meist wenig auffällig) auf, schreitet aber im allgemeinen nur wenig fort, solange die Katze gesund und kräftig ist. Im Alter versteift sich dann die Wirbelsäule durch Verknöcherungen der Bandscheiben zunehmend, und der Rücken krümmt sich stärker.

L

Laktase

Ein Enzym, das für die Verdauung des Milchzuckers Laktose nötig ist. Laktose- Unverträglichkeit führt bei Katzen zu Durchfall, z. B. wenn sie Kuhmilch trinken.

Leerlaufhandlungen

Manchmal müssen Tiere ihre Instinkte austoben, ohne dass ein erkennbarer Grund dafür vorhanden ist, das nennt man Leerlaufhandlung. So ist z.B. das Milchtreten den Katzen angeboren. Katzenbabys treten gegen das Gesäuge der Mutterkatze und regen dadurch den Milchfluss an. Für erwachsene Katzen ist diese instinktive Bewegung eigentlich unsinnig, und trotzdem tretelt sie mitunter. Sie tritt in die Luft oder gegen einen Gegenstand. Dies ist eine reine Leerlaufhandlung.

M

Markieren

Unsauberkeit bei Katzen kann die unterschiedlichsten Gründe haben, siehe hierzu unseren Beitrag in der Kategorie „Probleme mit Katzen“

N

Nährstoffe

Die Ansprüche des Tieres sind je nach Alter, Leistung, Krankheit oder Trächtigkeit unterschiedlich. Wichtige Nährstoffe sind Proteine, Fette, Kohlehydrate, Mineralstoffe, Ballaststoffe, Spurenelemente, Wasser.

Neurosen

Auch Katzen können seelisch krank werden, und dies wirkt sich dann körperlich aus. Eine Katze, mit der nicht gespielt und geschmust wird, kann noch so gut gefüttert werden – ihr Fell ist nicht so glatt und gepflegt, sie macht keinen so gesunden Eindruck wie eine Katze, die täglich vom Menschen Streicheleinheiten bekommt. Wenn eine Katze ständig an der Entfaltung ihrer Instinkte gehindert wird, flüchtet sie sich in eine Krankheit.

Nickhaut

Katzen haben (wie Hunde) eine Nickhaut, das ist eine Art drittes Augenlid. Die Nickhaut bedeckt das Auge vom Augeninnenwinkel her. Man sieht, wie sie sich vorschiebt, wenn Katzen müde werden. Man sieht sie besonders deutlich bei kranken Katzen. Die Nickhaut ist ein besonderer Schutz des Auges.

O

Oestrus

Zeit, in der die Kätzin empfängnisbereit ist (Rolligkeit) und verpaart werden kann. Erfolgt keine Paarung, kann die Kätzin „dauerrollig” werden. Eine Dauerrolligkeit kann gefährliche Erkrankungen der Gebärmutter zur Folge haben.

Ohrmilben

Parasiten im Ohr der Katze. Befall führt zu Juckreiz, die Katze schüttelt den Kopf und reibt sich die Ohren.

Ovulation

Eisprung, wird bei Katzen erst durch den Deckakt ausgelöst.

P

Paarung

Katzen und Kater werden im Verlauf ihres ersten Lebensjahres geschlechtsreif. Kätzinnen werden je nach Rasse im Alter von 5-9 Monaten geschlechtsreif, siehe Paarung und Trächtigkeit der Katze.

Parasit

Lebewesen, das auf oder in einem anderen Lebewesen lebt, sich von dessen Körpergewebe ernährt und ihm keinerlei Nutzen bringt, sondern nur Schaden zufügt.

Pedigree

Stammbaum, Abstammungsnachweis von Zuchtverbänden für Edelkatzen.

Pheromone

Chemische Botenstoffe, die die Katze über den Geruchssinn wahrnimmt und die u.a. anzeigen, dass eine Kätzin rollig ist.

Q

Kein Eintrag

R

Rassestandard

Zusammenfassung aller Merkmale, die für eine bestimmte Rasse idealtypisch sind: Körperbau, Farbe und Muster.

Rezessives Gen

Gen, das sich in Kombination mit einem dominanten Gen nicht erkennbar auswirkt, aber unter Umständen Erbkrankheiten weitergeben kann.

S

Schlüsselreize

Das sind Reize, die Instinkthandlungen bei Tieren auslösen, wenn sie auf angeborene auslösende Mechanismen treffen (AAM). Schlüsselreize können Düfte, Lautäusserungen, Handlungen sein.

Schnattern

Nicht nur Gänse schnattern, auch Katzen tun es, z.B. wenn sie eine reizvolle Beute sehen, die sie nicht erreichen können. Dann ziehen sie die Mundwinkel zurück, und ihre Kiefer schlagen krampfartig aufeinander. Sie tun so, als ob sie die Beute töten möchten. Das Schnattern scheint eine Übersprungreaktion zu sein.

Schnurren

Das ist ein Ton, den man ebenso hören wie fühlen kann, ein schwingendes, gleichmäßig vibrierendes Geräusch, das Katzen in bestimmten Situationen erzeugen. Katzen schnurren bereits nach der Geburt, sobald sie von ihrer Mutter das erste Mal gesäugt werden. Die Mutter schnurrt während des Säugens und beruhigt so die Jungen und sich selbst. In der Regel signalisiert das Schnurren Wohlbefinden, wird aber auch in Stresssituationen hervorgebracht.

Spritzharnen

Fachausdruck für das Setzen von Duftmarken.

Spucken

So nennt man das stoßweise Fauchen der Katzen. Es geschieht meist bei einer Bewegung, in sich Angriff und Abwehr ungefähr die Waage halten. Beim Vorstoß „spuckt” die Katze, das bedeutet, dass sie mit weit geöffnetem Maul faucht.

Sterilisation

Abbinden oder Durchtrennen von Ei- bzw. Samenleiter. Eine veraltete Maßnahme zur Geburtenkontrolle, denn der Geschlechtstrieb erlischt dabei nicht (s. Kastration).

T

Tasthaare

Lange, feste „Schnurrhaare” auf der Oberlippe, an den Wangen, über den Augen und an den Vorderbeinen.

Taurin

Aminosäure, die von der Katze nicht selbst gebildet werden kann, sondern mit der Nahrung zugeführt werden muss. Notwendig für das Sehvermögen.

Territorium

Revier einer Katze, in dem sie jagt und das sie gegen Eindringlinge verteidigt.

Tollwut

Viruserkrankung bei Tieren mit stets tödlicher Folge, wird durch Speichel übertragen. Kommt bei Menschen und Tieren vor.

Toxoplasmose

Parasitäre Erkrankung, verursacht durch Einzeller, die über den Kot der Katze übertragen werden können, siehe auch Beitrag in der Kategorie „Katze und Mensch“: Toxoplasmose und werdende Mütter.

Tragstarre

Wenn eine Katzenmutter ihre Jungen von einem Platz zum anderen transportieren will, packt sie das Kätzchen mit den Zähnen. Sie beißt es in den Nacken (Nackenbiss), ohne es zu verletzen. Aber das Kätzchen kann sich nicht bewegen, es hängt wie ein Paket zwischen den Zähnen der Mutter. Man sagt, dass es eine Tragstarre gefallen ist.

Trommelbauch

Aufgetriebener, harter Bauch, der bei kleinen Kätzchen schweren Wurmbefall anzeigt.

U

Übergewicht

Etwa 40-60 % aller Haustiere sind zu dick. Meist hilft nur eine strenge Diät und viel Bewegung. Genauso wie beim Menschen kann Futter mit hohem Fettanteil bei der Katze zu Übergewicht führen.

Übersprunghandlung

Verhaltensweise bei Konfliktsituationen zwischen zwei entgegengesetzten Instinkten. Wenn sich die Katze etwa nicht entscheiden kann, ob sie flüchten oder angreifen soll, beginnt sie, sich zu putzen.

Unterwolle

Unterfell aus kurzen, weichen Haaren unter den Leithaaren, sorgt für gute Isolierung.

V

Vibrissae

Der Tastsinn der Katze ist hervorragend ausgebildet, dafür sorgen die Schnurrhaare (= Vibrissae). Ein Bart ist für Katzen also kein Schönheitsprodukt, mit dem Bart und allen anderen Tasthaaren orientieren sich Katzen.

W

Wachstum

Das in den ersten 3 Lebensmonaten Erlernte und Erlebte ist ganz entscheidend für die spätere Entwicklung und das soziale Verhalten der Katzen.

Wasser

Der Katzenkörper besteht zu 70% aus Wasser. Frisches Wasser ist für die Katze unentbehrlich und muss immer bereitstehen.

X

Kein Eintrag

Y

Kein Eintrag

Z

Zielsprung

Die Katze ist eine Meisterin im Zielsprung. Die anatomischen Voraussetzungen für Zielsprünge finden sich im wesentlichen in den Hinterläufen.

Zoonosen

Krankheiten wie Tollwut, die von Tieren auf Menschen übertragen werden können.

Zungenbein

Knöcherne Struktur an der Zungenbasis zwischen Unterkiefer und Kehlkopf.

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