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Die Lautäußerungen der Katze

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Die Katzensprache muss man lernen

Katzenliebhaber lernen schnell den Wortschatz ihrer Katzen kennen und deuten. Es gibt viele individuelle Unterschiede, möglicherweise auch Dialekte und sicherlich „Spezialworte“ einzelner Katzen. Das Katzenwort „Miau“ ist nur eine von vielen Lautäußerungen, und zwar die des Missbehagens! Das gilt für junge und alte Tiere.
Die Forscher unterscheiden Gruppen von Lauten: Professor Leyhausen stimmlose und stimmhafte, wobei zur ersten Gruppe das Schnurren, Fauchen, Spucken und Knurren gehören. Sie sind vornehmlich für die Verständigung unter Artgenossen gedacht. Die zweite Gruppe, die auch oder nur im Umgang mit Menschen benutzt wird, besteht aus dem Miauen, dem Gurren, dem Kreischen und dem Gesang der Kater. Für den internen Kontakt zwischen Katzenmutter und Katzenkind gibt es noch den Mäuseruf und Rattenruf, je nachdem welche Beute den Jungen vorgeführt wird.

Der Katzenforscher Michael W. Fox unterscheidet 16 Lautmuster, die er so gruppiert: 1.) Plauderlaute als Ausdruck freundlicher entspannter Stimmung; 2.) Ruftöne, die den Menschen auffordern oder Hunger, Durst und Zärtlichkeitsbedürfnis signalisieren; 3.) Erregungslaute beim Kampf, bei der Paarung, beim Erschrecken, bei der Rolligkeit.

Die Siamkatzen sind die gesprächigsten Katzen. Sie können ihre Gefühle und Stimmungen wie keine andere Katze stimmlich ausdrücken. Ihr Repertoire ist unerschöpflich und reicht vom leisesten Gurren bis zum lauten Urschrei, der den ungeübten Hörer erschauern lässt.

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