Instinkte und Verhalten der Katze

Bruderschaft unter Katern

Dass es auch in Katerkreisen nicht immer nur wild zugeht, hat Katzenforscher Prof. Dr. Paul Leyhausen (1916-1998) beobachtet. Er fand heraus, dass es unter frei lebenden Katern eine Art gesellschaftliche Rangordnung gibt, die man sich im Rivalenkampf um Kätzinnen erstreiten muss. „Nach anfänglichen Kämpfen stellt sich so zwischen denjenigen, die sie bestehen und nicht völlig besiegt und unterworfen werden, eine formale Rangordnung ein, und zusammen beherrschen sie ihrer aller Gebiet als eine Art Bruderschaft. Sie treffen sich in freundlicher Gesellschaft“. (Zitat Leyhausen)
Neue Kater, die innerhalb des Gebietes zuziehen oder heranwachsen, werden regelrecht aufgefordert, der Bruderschaft beizutreten. Als Aufnahmeprüfung müssen sie Kämpfe bestehen. Die Prozedur – bis zur Anerkennung als vollgültiges Mitglied – dauert ungefähr ein Jahr. Die Bruderschaft soll verhindern, dass ein besonders starker Kater eine ganze Gegend tyrannisiert. So hat eine Gruppe von starken und gesunden Katern eine faire Chance, eine Partnerin zu finden und sich fortzupflanzen.

In der heutigen Zeit sollte der verantwortungsbewusste Katzenhalter frei laufende Samtpfoten unbedingt kastrieren lassen, denn nur so lässt sich das Katzenelend verhindern. Ich kenne einen 17-jährigen kastrierten Kater, der schon vielen Bruderschaften angehörte und aufgrund mehrerer Umzüge einige Aufnahmeprüfungen bestehen musste. Und das ist ein Beweis dafür, dass eine Kastration keineswegs die Lebensart einer Hauskatze einschränkt.

Foto: Pixelio.de

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