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Pferdequälerei in Hackhausen: PETA Deutschland setzt 1000 Euro Belohnung aus

Tierquäler sind eine tickende Zeitbombe und Gefahr für die Öffentlichkeit

Am Wochenende wurde das Pferd Aldaran durch tiefe Schnittwunden im Genitalbereich verletzt, seine Halterin fand es am Boden liegend in einer Blutlache vor. Das Tier musste operiert werden, die Gesundung ist noch immer ungewiss. Nun setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro aus für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen und weist darauf hin, dass laut forensischer Forschung aus Tierquälern häufig Sexualstraftäter und Mörder werden.

Die Hinweise leitet PETA Deutschland e.V. der zuständigen Polizei weiter, auf Wunsch wird der Name des Anrufers aber vertraulich behandelt. Hinweise nimmt PETA Deutschland unter 0172 – 710 3632 entgegen.

„Diese Tat ist äußerst bedenklich, da kommt eventuell ein Gewaltverbrecher auf die Menschen zu“, so Carola Schmitt von PETA Deutschland e.V. und beruft sich auf Forschungsergebnisse aus dem In- und Ausland.

So äußert sich die Diplom-Psychologin Andrea Beetz aus der Forschungsgruppe „Mensch und Tier” der Uni Erlangen/Nürnberg in einem ähnlichen Fall gegenüber einer Zeitung: „Nicht jeder Tierquäler wird ein Gewaltverbrecher, aber wir haben darunter viele”. In Niedersachsen fanden die Behörden nach einem Pferderipper, der Tiere aufschlitzte. “Bild am Sonntag” schrieb, dass das niedersächsische Landeskriminalamt nicht nur mit weiteren Pferdemorden rechne sondern befürchtet, dass der Täter bald auch Gewaltverbrechen gegen Menschen verüben könnte. “Er wird es wieder tun. Und es könnte sein, dass er beim nächsten Mal einen Menschen als Opfer auswählt - womöglich ein Kind”, sagte Detlef Ehrike vom Landeskriminalamt der Zeitung.

„Auch die Kindermörder Ronny Rieken, Rolf Diesterweg oder der Rhein-Ruhr-Ripper Frank G., lebten ihre Gewalt-Phantasien zunächst an Tieren aus. Irgendwann befriedigt sie das Misshandeln von Tieren nicht mehr, die nächste Stufe folgt und das sind dann Kinder oder Frauen“, so Schmitt.

PM 10.07.2008 | PETA.de

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