Tipps zum Reisen mit Tier

Wer im Sommer mit seinem Haustier verreisen will, muss verschiedenste Dinge beachten. Von der Vorbereitung über die Reise bis hin zum Aufenthalt selbst können Tierbesitzer mit nur wenigen Tipps den Urlaub für sich und ihr Tier zu einem echten Traumurlaub machen.

Grundsätzlich gilt es, sich vor der Reise über mögliche Einreisebestimmungen im Urlaubsland zu informieren. Innerhalb der EU muss für Hunde, Katzen und die meisten Nagetiere ein EU-Heimtierpass mitgeführt werden, für Hunde ist zudem ein Versicherungsnachweis der Hundehaftpflicht erforderlich. Viele Länder fordern außerdem einen Mikrochip oder eine Tätowierung sowie eine gültige Tollwutimpfung bei Hunden und Katzen.

In vielen Urlaubsregionen herrscht eine strenge Leinenpflicht für Hunde, diese gehört in jedem Fall ins Reisegepäck, ebenso ein Maulkorb, denn in manchen Ländern ist auch dieser Pflicht. Vorab sollte geklärt werden, ob für Hunde und Katzen weitere Impfungen oder Prophylaxen wie Entwurmung gegen Fuchsbandwurm, Herzwürmer oder ähnliches erforderlich ist. Katzen sollten zudem gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche geimpft sein. Bei Hunden ist eine Zeckenprophylaxe erforderlich.

Um im Notfall vorbereitet zu sein, sollte vor Antritt der Reise die Telefonnummer oder Adresse eines Tierarztes, einer Tierklinik oder der tierärztlichen Ambulanz in der Nähe ermittelt werden.

Futter

Anzeige

Tiere sollten zwölf Stunden vor der Reise nichts mehr fressen. Das Lieblingsfutter schmeckt den Vierbeinern auch im Urlaub am besten, darum sollte dieses unbedingt ins Reisegepäck. Auch die üblichen Essgewohnheiten sollten beibehalten werden, so dass die Umstellung für das Tier nicht zu groß ist. Am besten schmeckt das Futter auch aus dem heimischen Napf, der gerne mit auf Reisen gehen kann. Bei großer Hitze können die Portionen reduziert werden, das schont die Verdauung.

TIPP: Trockenfutter bei Hitze immer mit ausreichend Wasser geben, ist dieses stark gechlort, besser auf stilles Wasser aus der Flasche zurückgreifen.

Reiseapotheke
Für Mensch und Tier sollte eine Reiseapotheke mit ins Reisegepäck. Das darf für den Vierbeiner nicht fehlen:

Reisen mit dem Auto

Sowohl Hunde als auch Katzen reisen am sichersten in einer Transportbox. Wer häufig mit dem Hund verreist, für den empfiehlt sich eine Box aus Metall, die am Kofferraumboden verschraubt wird. Für kurze Strecken kann auch eine mobile Transportbox verwendet werden.

TIPP: Tiere fühlen sich in der Transportbox wohler, wenn ihre Lieblingsdecke und das Lieblingsspielzeug in der Box liegen. Wer einen Sicherheitsgurt nutzt, kann den Hund zusätzlich mit einer Autoschondecke schützen. Hunde brauchen gerade im Sommer regelmäßige Trinkpausen und Auslauf, alle zwei bis drei Stunden sollte ein kurzer Stopp eingelegt werden. Geht die Reise in die Berge, hilft ein Kauknochen, den Druck auf den Ohren auszugleichen.
Auch Hunde können unter Reiseübelkeit leiden, hier heißt es, experimentieren. Einige Tiere fühlen sich wohler, wenn sie während der Fahrt aus dem Fenster schauen können, andere mögen die Transportbox lieber. Bei längeren Fahrten kann Hunden, aber auch Katzen in Absprache mit dem Tierarzt ein Medikament gegen Reiseübelkeit gegeben werden.

Fliegen

Tipps zum Reisen mit Tier | Foto: Michael Lemke/pixelio.de

Fliegen bedeutet Stress für jedes Tier und sollte vermieden werden. Wenn es nicht anders geht, ist ein Direktflug die beste Lösung. Denn jeder Zwischenstopp bedeutet zusätzlichen Stress für das Tier. Bei Hunden gilt: Je nach Fluggesellschaft dürfen kleine Tiere bis fünf bzw. acht Kilo im Passagierraum mitfliegen, Hunde über acht Kilo müssen in den Frachtraum. Sowohl im Passagier- als auch im Frachtraum muss der Hund in einer Transportbox untergebracht werden. Diese sollte so groß sein, dass der Vierbeiner stehen und sich entspannt hinlegen kann. Hier gilt, genau wie im Auto: Damit sich der Hund wohlfühlt, sollte er etwas Vertrautes, z.B. seine Decke und sein Lieblingsspielzeug in der Box haben.

Bei längeren Reisen muss unbedingt auf ausreichend Wasser und Futter geachtet werden. In diesen Fällen sollte die Box zudem mit ausreichend saugfähigem Material ausgestattet sein. Katzenbesitzer haben es etwas leichter, denn in der Regel dürfen Katzen in einer Transportbox mit in den Passagierraum. Voraussetzung ist allerdings, dass die Box unter den Sitz passt. Wenn möglich und nach Absprache mit dem Flugpersonal kann die Katze während des Fluges kurz aus der Box genommen werden, streicheln beruhigt die Katze und macht die Reise für sie angenehmer.

TIPP: Die Kosten für die Mitnahme von Tieren liegen je nach Fluglinie zwischen 15 und 60 Euro, teilweise ist eine Anmeldung einige Tage vor dem Abflug erforderlich.

Zug

Eine Zugfahrt ist in der Regel für Hunde die angenehmste Art zu Reisen, da hier ausreichend Platz vorhanden ist. In den Zügen der Deutschen Bahn herrscht Leinen- und Maulkorbzwang. Kleinere Hunde können auch ohne Maulkorb in einer Transportbox befördert werden. Bei längeren Fahrten ist es ratsam, den Hund alle zwei Stunden durch den Zug zu führen, damit dieser nicht unruhig wird. Katzen müssen immer in einer Transportbox untergebracht werden.

TIPP: In der Transportbox fahren Hunde und Katzen umsonst mit. Für große Hunde, die ohne Transportbox reisen, muss der halbe Fahrpreis bezahlt werden.

Vor Ort

Ein Anhänger mit der Adresse und einer Telefonnummer vor Ort, kann helfen, falls ein Tier doch einmal ausreißt. Katzen sollten in der Regel im Hotelzimmer oder im Ferienhaus gelassen werden. Wer seinen Hund mit zum Strand nehmen möchte, sollte für ausreichend Schatten sorgen. Der Maulkorb sollte immer mitgeführt werden, in einigen Ländern ist er sogar Pflicht. Für den Vierbeiner sollte genau wie für den Menschen Trinkwasser zur Hand sein.
Wer mit dem Wohnmobil oder Campingwagen unterwegs ist, sollte seinen Hund niemals alleine im Camper lassen. Der ADAC-Campingführer informiert darüber, auf welchem Campingplatz Hunde erlaubt sind. Hunde mögen es nicht, wenn Fremde durch ihr „Revier“ gehen, am besten sucht man sich eine Randlage auf dem Campingplatz aus.

TIPP: Auch Hunde können Sonnenbrand bekommen, eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ohne Parfum schützt die Schnauze des Vierbeiners.

Checkliste Tierpension

Reisen bedeutet für Tiere Stress, wer also kann, sollte sein Haustier Zuhause betreuen lassen oder es in einer Tierpension unterbringen. Dies gilt vor allem für Kleintiere wie Nager, aber auch für Katzen. Mit dieser Checkliste findet man die geeignete Pension:

© Pressemitteilung von FRESSNAPF.COM
[asa catplus_content_de]B000QIJG7Y[/asa]

Startseite | Impressum | Datenschutz