Hallo Katja!
Du machst jetzt wirklich gerade eine schwere Zeit durch - ich kann das sehr gut nachvollziehen. Kurz vor Neujahr habe ich auch schon gedacht, ich müsste Gipsy einschläfern lassen. Am Montag in der Neujahrswoche nach der 2. Fibrosarkom-OP ging es ihr noch super, sie hat viel gefressen und ich dachte es geht ihr gut. Mit der Horvi-Therapie hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht begonnen - hatte noch keinen Therapieplan von Frau Taulien. Am Dienstag in der Früh ging es ihr ganz schlecht, sie war total apathisch, atmete schwer und fraß gar nichts mehr. Ich musste leider arbeiten gehen - meine Tierärztin war auf Weihnachtsurlaub - und so habe ich meine Mutter mit dem Taxi in die Tierklinik, wo ich früher mit Gipsy war, geschickt, weil ich mir große Sorgen machte. Die Ärztin dort meinte, Gipsy wäre eine schwer kranke Katze - nicht nur wegen des Fibrosarkoms - sie machte eine Blutuntersuchung - einige Werte waren sehr erhöht, ein Herz-Lungen-Röntgen, wobei ein Schatten über dem Herzen festgestellt wurde. Es wurde ihr ein Antibiotikum verabreicht und ein Entwässerungs-mittel sowie eine Infusion. Am nächsten Tag ging es ihr überhaupt nicht besser. Beim Notdienst in der Tierklinik sagte mir die Tierärztin, sie gäbe ihr heute zwei verschiedene Antibiotika, wieder eine Infusion und ein Entwässerungsmittel und sollte es bis am Abend nicht besser werden, sollte ich mich nochmals am Notruf melden, damit sie eingeschläfert wird. Es ging ihr abends auch nicht viel besser, war immer noch apathisch und hat überhaupt nichts gefressen. Am nächsten Tag bin ich wieder in die Tierklinik - wieder dasselbe. Es war der 31.12.2009 und ich dachte, jetzt wäre es wirklich soweit - ich bin schweren Herzens und mit ganz verweinten Augen eine Kiste kaufen gegangen, damit wir sie nach dem Einschläfern in unserem Garten, den sie so sehr liebt, begraben könnten. Ich wollte noch einen Tag abwarten, denn an diesem Tag zu Sylvester wollte ich auch nicht den Notruf betätigen und einen Tierarzt vom Neujahrfeiern wegholen. Ich war total verzweifelt - sie hatte schon 4 Tage nichts gefressen und war immer noch apathisch, lag nur herum - wir haben alles versucht, aber umsonst. Das war das bisher schlimmste Neujahr meines Lebens. Am nächsten Tag nahm ich mir vor, den Tierarzt anzurufen. Und so als hätte sie es gewusst, hat Gipsy an diesem Tag wieder angefangen zu fressen und es ging ihr wieder deutlich besser.
Also gib bitte die Hoffnung nicht zu früh auf - jetzt geht es Gipsy so halbwegs gut - sie hat zwar jetzt nach der 2. OP wieder 3 neue Rezidive - sind zwar nicht besonders groß - aber leider da. Seit Neujahr sind jetzt fast 2 Monate vergangen und Gipsy ist Gott sei Dank immer noch bei mir und ich bin sehr dankbar dafür, dass das alles zu Neujahr war und kein Tierarzt so leicht zu erreichen war.
Mimi hat zwar bei weitem mehr mitgemacht als Gipsy bis jetzt, aber nur Du kannst entscheiden, wann der Moment gekommen ist, Mimi gehen zu lassen.
Entschuldige mein langes Schreiben, aber vielleicht hilft es Dir, doch die Hoffnung nicht zu früh aufzugeben - so wie ich es schon fast gemacht hätte. Es geht mir zwar immer noch nicht wirklich gut, da bei Gipsy ja die Rezidive da sind und ich nicht weiß, wie lang ich sie noch habe - aber ich bin wirklich dankbar, dass sie noch bei mir ist.
Ich drück Dir und Mimi fest die Daumen.
Alles Gute
Andrea
vor 6 months veröffentlicht
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