Streicheleinheiten für Berliner Streuner
Sieben Leben sind nicht genug, wenn man als Katze frei auf Berlins Straßen lebt. Denn die herrenlosen Samtpfoten haben keine Lobby in der Stadt. Mehrere 10.000 sind es. Und jede einzelne von ihnen kämpft täglich ums nackte Überleben für sich und oft auch für ihre Babys. Es gibt kaum Futter für die vielen Tiere. Sie sind Wind und Wetter schutzlos ausgeliefert. Und oft werden Berlins scheue Straßentiger sogar vergiftet oder erschossen.
Unsere Helfer und Mitarbeiter füttern die freilebenden Katzen regelmäßig an festen Plätzen. Zum einen sind Katzen, die regelmäßig Futter bekommen, weniger anfällig für Krankheiten. Vor allen Dingen aber ist es möglich, die Katzen tierschutzgerecht einzufangen. im Tierheim Berlin werden die Katzen kastriert. Nur so ist ihre stetige Vermehrung in den Griff zu bekommen. Trächtige Katzen können in Ruhe ihre Babys zur Welt bringen. Die kleinen Kätzchen vermitteln wir in ein liebevolles Zuhause. Viele Katzen bringen wir zurück an ihre Standorte, wenn sie wieder gesund sind. Trotz aller Gefahren - die Tiere lieben ihre Freiheit. Nach Jahren auf der Straße sind sie kaum als Hauskatzen zu halten.
Jedes Jahr kastrieren wir gegenwärtig bis zu 2.000 Tiere und versorgen sie tierärztlich. So sinkt die Zahl der freilebenden Katzen langsam. Alle haben die Chance, sich selbst ausreichend zu ernähren. An 200 Futterstellen in der Stadt sind wir zusammen mit unseren Helfern Tag und Nacht im Einsatz.
Katzenbabys und handzahme Straßenkatzen vermitteln wir an liebevolle Halter. In privaten Pflegestellen gewöhnen unsere Helfer die Straßenkatzen geduldig und liebevoll an den Menschen. So können sie vermittelt werden und viele menschliche Streicheleinheiten genießen.
Quelle: Tierschutz Berlin
Tags: Kastration, Tierschutz
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