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Piercing-Verbot für Kälber

Piercing-Verbot für Kälber? PETA Deutschland mischt sich in die Piercing-Diskussion ein. Tierrechtsorganisation macht auf die grausame Haltung von Kälbern in der Massentierhaltung aufmerksam.

Aanlässlich der aktuellen Diskussion um ein gesetzliches Verbot von Piercings für Minderjährige, fordert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. das Verbot auf die Lebewesen auszuweiten, die am meisten unter den Folgen von durchstochenen Nasen zu leiden haben: Kälber! Dass diese Forderung nicht als Witz abgetan werden kann, zeigt ein Blick hinter die Kulissen der modernen Kälberhaltung. Junge Rinder werden laut Empfehlung des Bundesamts für Veterinärwesen im Alter von 10 bis 12 Monaten mit einem Nasenring gepierct. Nach Meinung von PETA Deutschland e.V. sollte parallel zu Jugendlichen auch den Kälbchen ein Mindestmaß an Schutz vor Entzündungen und Verletzung zugesichert werden.

„Kein Lebewesen sollte unter unhygienischem Piercing leiden – egal ob Mensch oder Tier!“ so Tobias Hagenbäumer von PETA Deutschland e.V. „Die Jugendlichen haben immerhin noch die Wahl sich piercen zu lassen oder nicht. Davon können die Kälber nur träumen.“

Die Kalbfleischindustrie ist eine besonders schlimme Form der Intensivtierhaltung. Kälber sind ein „Nebenprodukt“ der Milchindustrie. Die männlichen Nachkommen der künstlich besamten „Milchkühe“ werden der Mutter kurz nach der Geburt weggenommen. Einige wenige werden sofort geschlachtet, für die meisten folgt eine qualvolle Zeit in winzigen dunklen Mastboxen. Einem zwei bis acht Wochen altem Tier stehen hier gerade einmal 1,5 m². Auch wenn sich das Tier weder umdrehen, geschweige denn hinlegen oder austrecken kann, werden die Tiere immer wieder angekettet. Das Verhindern jeglicher Bewegung soll die Muskeln des Kälbchens verkümmern lassen, um das zarte, weiße „Feinschmecker-Kalbfleisch“ zu erzeugen. Gefüttert werden die Kälbchen mit einem eisenarmen Milchersatz. In Sehnsucht nach Eisen, lecken die Tiere uringetränkte Holzlatten und Metallgitter. Wegen dieser ungesunden Lebensbedingungen und der einseitigen Ernährung sind die Kälbchen sehr empfindlich für Krankheiten und werden deshalb massive mit Antibiotika und anderen Arzneimitteln behandelt. Nach 22 langen Wochen dieser Tortur werden die Tiere dann geschlachtet.

„Wer Kalbfleischt isst hat nicht nur ein Tierleben auf dem Gewissen, sondern gefährdet auch sein eigenes. Die Chemikalien lassen sich im Fleisch nachweisen.“, so Tobias Hagenbäumer von PETA Deutschland e.V. „Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte auf Kalb- und anderes Fleisch verzichten. Am gesündesten ist eine ausgewogene Kost auf Basis von Obst, Gemüse, Getreide- und Sojaprodukten.“

PM: PETA.de
Weitere Informationen finden Sie unter www.GoVeggie.de.

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