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Jeder Urlauber kann etwas zum Tierschutz im Ausland beitragen

Gerlingen- Die Tierrechtsorganisation PETA-Deutschland e.V. erinnert Touristen, dass sie den Tierschutz im Ausland vorantreiben können und gibt Tipps, wie man Tierelend vor, während und nach dem Urlaub begegnen kann. Gerade in den bei Urlaubern begehrten südlichen, osteuropäischen, asiatischen oder arabischen Ländern entsprechen die Gesetze zum Schutz von Tieren nicht unserem Standard. Dennoch steht man Lebendtiermärkten, Tierkämpfen, vernachlässigten lastenschleppende Pferden und Eseln oder entkräfteten heimatlosen Hunden und Katzen nicht machtlos gegenüber.

PETA-Deutschland e.V. gibt Touristen daher folgende Tipps:

1. Machen Sie sich Gedanken über Ihren Zielort
Informieren Sie sich vor Buchung der Reise über den Tiermissbrauch auf den Sie im Laufe der Reise treffen könnten. Sind Zielorte bekannt für Heimstätte grausamer Lebendtiermärkte, bieten Tierkämpfe an oder die Behörden führen Vergiftungen statt Kastrationen an Hunden und Katzen durch, können Sie es vermeiden, diesen Missbrauch auch noch finanziell anzuheizen.

2. Machen Sie aus Ihren Präferenzen kein Geheimnis
Legen Sie beim Reisebüro dar, dass Sie auf tierfreundliche und vegetarierfreundliche Unterbringung Wert legen. Auch bei Gruppenreisen lässt es sich einrichten, dass Sie in einer Einrichtung logieren, die z.B. keine exotischen Tiere in Gefangenschaft hält.

3. Helfen Sie Tieren, die Ihre Hilfe benötigen
Fordern Sie jeden Tierquäler ruhig aber bestimmt auf aufzuhören. Wenn Sie auf Widerstand stoßen erstatten Sie Anzeige. Informieren Sie zusätzlich die nächste Tierschutzorganisation, weltweite Adressen finden Sie unter http://worldanimalnet.org/new.asp. Gehen Sie nicht an geschwächten oder verletzten Hunde oder Katzen vorbei. Tierreisenotsets sollten Futter, Leine, Maulkorb, eine zusammenfaltbare Katzenbox, und Decke beinhalten. Sollte es nicht gelingen, das Tier anzulocken, informieren Sie so schnell wie möglich den örtlichen Tierschutz oder die Polizei.

4. Machen Sie sich stark
Empfehlungen von Fremdenverkehrsbehörden sind von großem Einfluss. Schreiben Sie daher an die jeweiligen Behörden und teilen Sie die Tiermissstände mit. Wenn an dem, was Sie sahen, ein kommerzieller Betrieb (wie ein Zoo, ein Pferdekutschunternehmen oder eine ähnliche profitorientierte Einrichtung) beteiligt war, dann fordern Sie, dass dieses Touristen nicht mehr empfohlen wird. Schreiben Sie auch an die Botschaft des Landes und fordern Sie diese auf einzuschreiten, insbesondere wenn die örtlichen Behörden oder die Polizei nicht auf die Situation reagiert haben. Appellieren Sie mit Nachdruck Schritte in die Wege zu leiten, die zur Umsetzung von Tierschutzbestimmungen notwendig sind, und für die Einrichtung humaner Tierheime zu sorgen, falls solche noch nicht existieren. Denken Sie daran: Öffentlicher Druck kann viel erreichen. Wenn Sie eine Einrichtung besichtigt haben, die Tiere ausbeutet und die Ihnen vom Reisebüro empfohlen wurde, dann ist es unabdingbar, dass Sie sich beschweren. Das Reisegeschäft ist hart umkämpft, Reisebüros stehen unter großem Druck, ihre Kunden zufriedenzustellen.

Quelle: PETA Deutschland

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1 Kommentar »

  1. Warum soll es denn eine vegetarierfreundliche Umgebung sein? Tierfreundlich kann es doch auch bei nicht - Vegetariern sein.

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